Wir unterstützen Sie zu allen Fragen zu Kündigung
in der Wohnung in Bayreuth

Ihr Ratgeber des Mieterhilfeverein e.V.

Unser Mieterverein in Bayreuth ist Ihr zuverlässiger Partner wenn es um das Thema Kündigung geht. Egal ob Prüfung, Einspruch oder Beratung, wir finden die Perfekte Lösung für Sie.

Der Mieterhilfeverein in Bayreuth betreut seit vielen Jahren seine Mitglieder zu allen Fragen rund um ihr Mietrecht. Über 10.000 Mitglieder vertrauen auf unsere Dienstleistung und profitieren von der Expertise unserer Fachanwälte. Wir übernehmen die Beratung unserer Mitglieder Bayreuth bei allen Mieterproblemen kostenlos und sorgen in kürzester Zeit für das beste Ergebnis.

 


 

Sie wollen Ihre Wohnung kündigen oder Ihnen wurde gekündigt? Bei der Kündigung des Mietvertrags in einer Mietwohnung gibt es viele wichtige Dinge, die unbedingt beachtet werden sollten. Wir klären Sie über Fristen, Form, Eigenbedarf und alles rund um die Wohnungskündigung auf.



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Wann darf der Vermieter ordentlich kündigen?

Der Vermieter darf ein unbefristetes Mietverhältnis nur kündigen, wenn er ein berechtigtes Interesse an einer Beendigung hat. Insbesondere ist ein berechtigtes Interesse in folgenden Fällen gegeben:

  • Schuldhaftes, nicht vertragsmäßiges Verhalten des Mieters in der Mietwohnung. Bspw. stetige Mietzahlungsschwierigkeiten (Zeit oder Höhe), wiederholtes Stören des Hausfriedens, Beleidigung des Vermieters.
  • Der Vermieter meldet Eigenbedarf auf die Mietwohnung an. Hier ist jedoch nachzuforschen, ob tatsächlich eine Eigenbedarfskündigung bestehen darf. Dies ist in 70 % der von uns geprüften Fälle nicht zutreffend da kein Eigenbedarf durchsetzbar ist.

Wann darf der Vermieter fristlos kündigen?

Eine fristlose Kündigung durch den Vermieter darf nur aus einem wichtigen Grund erfolgen. Dies ist meist bei erheblichen Mietrückständen der Fall. Der Vermieter kann Sie jedoch nicht von heute auf morgen aus der Wohnung schmeißen, hier bedarf es einer gerichtlichen Räumungsklage.

Was sind Kündigungsgründe für den Vermieter?

Kündigungsgründe seitens des Vermieters können vielschichtig sein. Die häufigsten sind

  • Eigenbedarfsanmeldung
  • Kündigung wegen erfolgloser Erhöhung der Miete, welche jedoch unzulässig ist.
  • Störung des Hausfriedens
  • Streit mit dem Mieter

Wann kann man der Kündigung widersprechen?

Der Kündigung kann grundsätzlich widersprochen werden, wenn sich nicht an die gesetzlichen Regelungen gehalten wurde. Eine Prüfung einer Kündigung ist meist unabdingbar und vermeidet unnötige Panik.

Wann kann der Vermieter bei Kündigung die Kaution einbehalten?

Der Vermieter kann die Kaution einbehalten, wenn:

  • Mietzahlungen offen sind
  • Betriebskostennachzahlungen nicht beglichen wurden
  • Schadenersatz aufgrund Beschädigung der Mietsache besteht
  • Schönheitsreparaturen nicht durchgeführt wurden, welche vorab im Mietvertrag vereinbart wurden

Kündigungsfristen für Mieter

Fristen bei Sonderkündigung durch Vermieter
Auch Vermieter können in wenigen Fällen eine Sonderkündigung aussprechen. Wenn Sie mit Ihrem Vermieter im selben Ein- oder Zweifamilienhaus leben, kann Ihr Vermieter ohne Angabe des Kündigungsgrundes kündigen. Die gesetzliche Kündigungsfrist von drei bis neun Monaten verlängert sich in diesem Fall jedoch um drei Monate. Erwirbt der Vermieter ein Haus bei einer Zwangsversteigerung oder stirbt der letzte und einzige Mieter einer Wohnung, kann eine Kündigung der Erben mit Dreimonatsfrist folgen.

Kündigungsart Kündigungsfrist
Gesetzliche Kündigungsfrist Abhängig von Mietdauer
Mietdauer < 5 Jahre 3 Monate
Mietdauer 5-8 Jahre 6 Monate
Mietdauer > 8 Jahre 9 Monate
Gesetzliche Kündigungsfrist bei Eigenbedarf des Vermieters Abhängig von Mietdauer
Mietdauer < 5 Jahre 3 Monate
Mietdauer 5-8 Jahre 6 Monate
Mietdauer 8 Jahre 9 Monate
Sonderkündigung
Vermieter lebt im selben Haus Gesetzliche Kündigungsfrist + 3 Monate
Zwangsversteigerung / Tod des Mieters 3 Monate
Sperrfrist
Sperrfrist bei Verkauf und Umwandlung in eine Eigentumswohnung Min. 3 Jahre

Kündigung wegen Eigenbedarf

  • Welche Rechte haben Mieter bei einer Eigenbedarfskündigung?

Eine Eigenbedarfskündigung muss auch als diese nachgewiesen werden. So kann der Vermieter etwa nur wegen Eigenbedarf kündigen, wenn er selbst oder nahe Verwandte die Wohnung brauchen.
Sollte der Auszug für den Mieter einen besonders hohen Eingriff in das Leben darstellen, kann er der Kündigung widersprechen.

  • Was sind Härtefälle bei einer Eigenbedarfskündigung?

Sollte der Auszug für den Mieter einen besonders hohen Eingriff in das Leben darstellen, kann er der Kündigung widersprechen. Besonders geschützt sind in diesem Fall alte, kranke oder behinderte Menschen, denen eine Wohnungssuche nicht zugemutet werden kann.
Auch bei erhöhtem Wohnbedarf oder bei anderen, freien, dem Vermieter im Besitz stehenden Wohnungen ungerechtfertigt.

  • Wann ist eine Kündigung wegen Eigenbedarf unwirksam?

Eine Kündigung wegen Eigenbedarf ist dann unwirksam, wenn kein Eigenbedarf besteht. Somit ist der Eigenbedarf immer nachzuweisen. Ebenso erweisen sich Kündigungen bei alten, behinderten oder kranken Menschen oft als nichtig.

  • Wie kann ich mich als Mieter gegen eine Eigenbedarfskündigung wehren?

Eine vorherige Prüfung der Eigenbedarfskündigung ist in jedem Fall wichtig. Wir übernehmen die Prüfung für Sie und legen danach direkt Einspruch gegen diese ein.

Was muss eine Kündigung alles beinhalten?

  • Eine Kündigung muss immer in Schriftform zugehen
  • Sie muss das Datum enthalten, zu dem gekündigt wird
  • Sie muss eine Original-Unterschrift erhalten

Wie kündige ich als Mieter einen Mietvertrag?

Sie können den Mietvertrag kündigen, indem Sie dem Vermieter Ihre Kündigung postalisch zukommen lassen, bestenfalls per Einschreiben oder als Einwurf unter Zeugen.
Ihren Mietvertrag können Sie, normalerweise, innerhalb von 3 Monaten zum Monatsende kündigen.

Wie schreibe ich eine Kündigung für meine Mietwohnung?

Die Kündigung können Sie formell aufsetzen und versenden. Halten Sie die gesetzliche Kündigungsfrist ein, damit die Kündigung nicht unwirksam wird.

Ist die Störung des Hausfriedens ein Kündigungsgrund?

Ja, es muss jedoch eine nachhaltige, beträchtliche Störung vorliegen.

Wie schnell muss der Mieter bei einer fristlosen Kündigung ausziehen?

Sollte eine fristlose Kündigung wirksam sein, haben Sie im Normalfall 1-2 Wochen Zeit, um die Wohnung zu räumen.

Wann endet das Mietverhältnis im Todesfall?

• Wer und wie lange muss man noch Miete zahlen im Todesfall?
Im Todesfall zahlt der Erbe die Miete. Im Normalfall sind 3 Monate Miete nach dem Todesfall zu zahlen.
• Wer muss die Wohnung eines Verstorbenen räumen?
Grundsätzlich müssen die Erben die Wohnung räumen.
• Kann ich die Wohnung meiner verstorbenen Mutter übernehmen?
Zwangsweise übernehmen Sie, als Erbe, auch den Mietvertrag.
• Wer darf im Todesfall Mietverträge kündigen?
Sowohl der Erbe des Mieters als auch der Vermieter können im Todesfall das Mietverhältnis, kündigen.

Wie kann ich vorzeitig aus dem Mietvertrag raus?

Vorab und somit außerordentlich aus dem Mietvertrag auszutreten ist nur möglich, wenn der Mietvertrag nicht in Schriftform vorliegt, oder Sie als Mieter einen dringlichen Grund haben, welcher auch vor Gericht Bestand hätte.

Kann man früher kündigen und ausziehen, wenn man einen Nachmieter hat?

Ein Nachmieter muss nicht vom Vermieter akzeptiert werden, es sei denn, ein Mietvertrag beinhaltet eine solche Klausel.

Wie kommt man aus dem Mietvertrag Trennung oder Scheidung?

Eine Trennung oder Scheidung entbindet Sie nicht von Ihren Pflichten als Mieter, falls Sie auch den Mietvertrag unterschrieben haben.

Wie muss eine Kündigung dem Mieter zugestellt werden?

Eine Kündigung des Mietverhältnisses ist immer per Schriftform zuzustellen.

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Kann mir der Vermieter wegen eines Mietrückstands kündigen?

Sollten erhebliche Mietrückstände entstehen, kann der Vermieter das Mietverhältnis kündigen.

Was ist ein Mietaufhebungsvertrag?

Ein Mietaufhebungsvertrag gibt dem Mieter oder Vermieter die Möglichkeit, die Kündigungsfrist zu umgehen und den Mietvertrag vorab zu kündigen.

Was ist eine Abmahnung und welche Folgen hat diese?

Eine Abmahnung weist den Mieter auf eine Vertragsverletzung hin. Diese wird meist mit einer Frist versehen.

Kann ein Mieter den Vertrag fristlos kündigen, wenn er krankheitsbedingt, nicht mehr in der Wohnung leben kann?

Nein, jedoch sollte ein Anspruch auf einen Mietaufhebungsvertrag geprüft werden.

Wie erfolgt die Wohnungsübergabe bei Auszug des Mieters?

Im Normallfall betritt der Vermieter mit Ihnen die Wohnung zur Wohnungsübergabe an einem vereinbarten Datum. Hier werden in einem Übergabeprotokoll bspw. Schäden festgehalten. Am Ende einigen Sie sich und unterschreiben das jeweilige Protokoll.
Tipps:
- Nehmen Sie sich einen Zeugen oder direkt einen Gutachter mit zur Übergabe
- Falls Schäden bereits vorher bestanden, erläutern Sie dies und lassen Sie diese Kosten nicht auf sich abwälzen