Mieterhöhung – worauf muss ich als Mieter achten?

Wichtige Ratgeber-Infos vom Mieterhilfeverein e.V.

Durch Mieterhöhungen hat der Vermieter die Möglichkeit die Miete an ortsübliche Mieten, Mieten die für die jeweiligen Städte/Bezirke in der Höhe üblich sind, anzupassen.
Es gibt hier jedoch viele Regelungen und Gesetze, die beachtet werden müssen. So können Vermieter die Miete bspw. nur in bestimmten Abständen sowie Höhen sowie unter Einhaltung von Fristen erhöhen.

Die Mieterhöhung muss eine bestimmte Begründungsgrundlage haben. So ist dies bspw. bei Renovierungen, Modernisierungen und Anpassung an die ortsüblichen Mieten möglich - doch in welchem Rahmen die einzelnen Mieterhöhungen maximal möglich sind, sollte unbedingt von einem Fachmann geprüft werden.

Bei 80 % der von uns geprüften Mieterhöhungen liegen Fehler in der Fristsetzung, Höhe oder des Grundes vor. Was bei der Mieterhöhung erlaubt ist und ob Ihre eingegangene Mieterhöhung zulässig ist, erfahren Sie von uns.

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Wie lange vorher muss der Vermieter eine Mieterhöhung ankündigen?

Nach dem Eingang eines Mieterhöhungsverlangens hat der Mieter volle 3 Monate Zeit, der Mieterhöhung zuzustimmen.

Wieviel darf ein Vermieter die Miete bei Neuvermietung erhöhen?

Bei Neuvermietung besteht der Schutz vor Mieterhöhungen 15 Monate.

Wieviel Mieterhöhung ist zulässig?

Die Mieterhöhung für die neue Miete darf maximal 10 Prozent über der ortsüblichen Vergleichsmiete liegen und innerhalb von Städten die von der Mietpreisbremse betroffen sind, maximal um 20 Prozent, in manchen Städten und Gemeinden um 15 %, innerhalb von 3 Jahren steigen. Ob eine ordnungsgemäße Mieterhöhung vorliegt, kann durch uns in einer genauen Prüfung erläutert werden.

Wie oft kann die Miete erhöht werden?

Die letzte Mieterhöhung muss mindestens 12 Monate zurückliegen. Auch hier gelten die Regelungen zu Kappungsgrenzen und Mietpreisbremsen. Bei Staffelmieten ist jedoch Vorsicht geboten - bestenfalls lassen Sie Ihren Staffelmietvertrag vor Unterschrift auf Richtigkeit von uns prüfen.

Was ist eine Kappungsgrenze?

Die Kappungsgrenze gibt vor, wie oft und in welcher prozentualen Erhöhung der Vermieter die Miete erhöhen darf. Regelung ist hier, dass innerhalb von 3 Jahren die Kappungsgrenze von 20 % nicht überschritten werden darf. In 360 Städten und Gemeinden sind es sogar nur 15 %. Welche Bestimmungen in Ihrem Wohnort herrschen, erfahren Sie von uns.

Wie berechnet man die Mieterhöhung?

Eine Mieterhöhung betrifft grundsätzlich immer die Kaltmiete. Darum wird der prozentuale Aufschlag oder Betrag auf die Kaltmiete gerechnet.
Beispiel: alte Kaltmiete 500,00 € + 10 % Mieterhöhung = Neue Kaltmiete 550,00 €

Wann ist eine Mieterhöhung formell unwirksam?

Eine Mieterhöhung ist unwirksam, wenn die Frist von 3 vollen Monaten nicht eingehalten wird, die Erhöhung zu viel ist oder der Erhöhungsgrund kein Grund für eine Mieterhöhung darstellt.

Wie muss eine Mieterhöhung zugestellt werden?

Eine Mieterhöhung muss immer postalisch zugestellt werden, Ihre Zustimmung auf der Mieterhöhung ist auch per Unterschrift auf der Mieterhöhung abzugeben.

Was kann man gegen eine Mieterhöhung tun?

Gegen eine Mieterhöhung kann Widerspruch eingelegt werden, sollte diese nicht rechtens sein.
Gerne prüfen wir das Mieterhöhungsverlangen und legen für Sie Widerspruch beim Vermieter ein.

Was ist ein Mietspiegel?

Ein Mietspiegel gibt an, wie hoch die Durchschnittsmieten in der jeweiligen Stadt sind. Teilweise werden auch die Preise in den einzelnen Bezirken angegeben. Nicht jede Stadt oder Gemeinde hat einen eigenen Mietenspiegel.

Woher bekomme ich einen Mietspiegel?

Den Mietenspiegel bekommen Sie von der zuständigen Stadtverwaltung. Gerne kümmern wir uns vor dem Beratungsgespräch auch um die Beschaffung des jeweiligen Mietenspiegels.

Wie berechnet sich die Indexmiete?

Die Indexmiete lässt sich durch folgende Formel errechnen:
Neuer Index / Alter Index * 100 - 100 = Indexsteigerung in Prozent.

Welche Gründe gibt es für eine Mieterhöhung der Kaltmiete?

Die Mieterhöhung findet meist statt, um diese an die die ortsübliche Vergleichsmiete anzupassen. Aber auch manche Renovierungs- oder Modernisierungsarbeiten können zu einer Mieterhöhung führen. Jedoch sollte die Höhe der jeweiligen Mieterhöhung genauestens geprüft werden, damit Sie nicht unberechtigt zu viel zahlen.

Kann bei Eigentümerwechsel die Miete erhöht werden?

Grundsätzlich spricht nichts gegen eine Mieterhöhung nach Eigentümerwechsel. Jedoch sind hier auch unbedingt die Fristen einzuhalten.

Wer informiert den Mieter über einen Eigentümerwechsel?

Der Mieter wird entweder durch den alten Vermieter vorab über einen Eigentümerwechsel informiert (dies kann man oft daran erkennen, wenn der Vermieter einen Verkauf des Objekts in Erwägung zieht) oder der neue Eigentümer informiert den Mieter nach Erwerb des Objekts.

Was passiert mit dem Mietvertrag, wenn der Eigentümer wechselt?

Bei Eigentümerwechsel muss kein neuer Mietvertrag erstellt werden. Der alte Mietvertrag ist nach wie vor gültig.

Wieviel Miete zahlt das Jobcenter?

Dies hängt vom jeweiligen Jobcenter und dem Bedarf ab. Gerne setzen wir uns für Sie mit dem Jobcenter auseinander und übernehmen die Beantragung von Wohngeld o.a..